Zufriedene Karnevalisten

Positiver Rückblick auf eine erfolgreiche Kampagne

Die Karnevalsgesellschaft 1928 Hadamar (KG) blickt voller Tatendrang und optimistisch in ihre närrische Zukunft.

2014-04-11 NNP JHV 2014_page2_image1

Hadamar. Karneval ist bei der KG Hadamar das ganze Jahr. Auch jetzt, einige Wochen nach der Fastnachtszeit, die den Dreierbundumzug in diesem Jahr durch die Straßen von Hadamar führte, schallte ein dreifach donnerndes und von der Session zufriedenes Helau aus den Mündern der Mitglieder. Der Grund: Die Zusammenkunft bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Vereins, die zeigte, dass es keinen Grund gibt Trübsal zu blasen und dass die Mitglieder optimistisch und voller Tatendrang in die Zukunft schauen. „Es war sehr schön“, fasste ein Mitglied die Fastnachtszeit mit Sitzungen, Prinzenkürung und Zug zusammen. Das bestätigte auch Hans-Peter Müller-Lessmann sowie die lebendigen Erinnerungen der anwesenden Mitglieder.

Ein Mitglied allerdings meldete sich mit einer Anmerkung zu Wort, die zwar keine direkte Kritik sein sollte, wohl aber einen Wunsch zur Optimierung innehatte. Ob die Strecke des Zuges wirklich so optimal gewesen sei, lautete die Frage des Mitglieds. Hadamar hätte so schöne Plätze, doch der Zug sei dort gar nicht vorbeigekommen. Vieles gehe nicht anders, aus Sicherheitsgründen, hieß es dazu. Es hätte zudem einen Aufruf gegeben, bei dem sich alle Hadamarer zu Wort hätten melden könne, was Wünsche und Vorschläge auch bei der Streckenführung anging. Nicht ein einziger Vorschlag sei eingetroffen, hieß es vom Vorstand.

Bei den anstehenden Neuwahlen des Vorstandes gab es bei der sonst gut gelaunten Versammlung traurige Gesichter. Nach 22 Jahren verlässt Schatzmeister Alexander Ries den Vorstand. Er stellte sein Amt zur Verfügung und wollte nicht neu gewählt werden. „Es fällt mir schwer“, sagte er über seinen Entschluss. Er höre nicht ganz auf und bleibe dem Verein erhalten, sagte er weiter. Präsidentin Martina Obré war nicht begeistert von dem Entschluss: „Wir nehmen den Entschluss schweren Herzens entgegen“, sagte die Präsidentin, die einstimmig bei den Wahlen wieder gewählt wurde. Auch Vize- Präsident Alwin Braun wurde in seinem Amt bestätigt. Nachfolger des scheidenden Schatzmeisters Alexander Ries ist Harald Holz, der zuvor als zweiter Schriftführer im Vorstand wirkte. Als Zweiter Schatzmeister wurde Axel Wetten wieder gewählt. Auch Schriftführerin Brit Kuhl-Wengenroth wurde in ihrem Amt wieder gewählt. Ein Zweiter Schriftführer konnte bei der Versammlung nicht gefunden werden und das Amt bleibt zunächst unbesetzt. Als Erster Zeugwart wurde Joachim Obré wieder gewählt. Dieser allerdings sprach vor der Wahl Klartext: Ihm mache die Arbeit als Zeugwart sehr viel Spaß, er könne sich aber nur wieder wählen lassen, wenn er mehr als bislang unterstützt würde, weil er zeitlich sehr eingespannt sei. Als Zweiter Zeugwart wurde Claus Ries gewählt. Die Kasse prüfen in diesem Jahr Ingrid Friedrich, Heinz-Günther Wengenroth und Hans-Peter Müller-Lessmann.

Auch närrische Ehrungen standen auf dem Programm der Versammlung: Für elfjährige Mitgliedschaft in der KG wurden Sophie Lindenschmidt, Frank Opper, Stephan Vogel, Laura Doreen Tripp und Julia Kämpfer geehrt. Seit 22 Jahren ist Nadine Fritz im Verein und erhielt dafür eine Urkunde. Bereits seit 33 Jahren bei der KG sind Magda Reichwein, Hans-Peter Müller-Lessmann, Peter Vogt, Marlene Wittig, Werner Sehr, Peter Emmermann und Eva Maria Steffen. Für 44 Jahre im Verein wurden Renate Valentin, Heinz Valentin und Joachim Stanjek geehrt. Seit 55 Jahren sind Ernst Schuster und Hans Heiner Ruoff Mitglied in der KG. Als das Highlight des Abends angekündigt, nahm Martina Obré die Ehrung von Helmut Philipps vor. Er konnte sich über die Ehrung eines ganz besonderen und vor allem besonders seltenen Jubiläums freuen. Er ist bereits seit 65 Jahren Mitglied bei der KG.

Jugend im Aufwind

Präsidentin Martina Obré berichtete in ihrem Vortrag davon, dass ein Zuwachs an Jugendlichen im Verein erkennbar sei. Und weil dem Verein die Jugendarbeit besonders wichtig ist, ist die Freude über den Zuwachs im Jugend-Tanz entsprechend groß, ebenso wie die Vorfreude auf die Hessenmeisterschaften im Gardetanzsport, die auch in diesem Jahr wieder in der Stadthalle ausgetragen werden.Quelle: Nassauische Neue Presse im April 2014

KG Hadamar Gruppe des Jahres 2012

hier ein Pressebericht der Nassauischen Neuen Presse

  Hohe Auszeichnung für KG Hadamar

Deutscher Meister, Deutscher Vize-Meister und ein dritter Platz bei den letzten Deutschen Meisterschaften waren Erfolge, die Tanzformationen der Karnevalsgesellschaft Hadamar in diesem Jahr verbuchen konnten.

Die Präsidentin der KG-Hadamar, Martina Obre (stehend, rechts), begrüßte zur Meisterfeier nicht nur die erfolgreichen Tänzerinnen, sondern auch viele Ehrengäste. Darunter den Präsidenten des RKK, Peter Müller (links). Foto: Häring.

Daher war es für die Verantwortlichen selbstverständlich, diese großen Erfolge auch in einem entsprechenden Rahmen zu feiern. Daher traf man sich mit der ganzen Vereinsfamilie im Festsaal der Vitos-Klinik um gemeinsam zu feiern. Von den vier im Verein tätigen Kinder- und Jugendformationen waren auf den Deutschen Meisterschaften in Merzig/Saarland die Schautanzgruppe mit ihrem Tanz „American Trip“ am erfolgreichsten und holte sich den Titel. Den zweiten Platz belegte die Kindertanzgruppe mit ihrem Schautanz „Fußballfieber“ und einen dritten Platz belegte die Junioren-Garde mit ihrem Gardetanz.

Besonders stolz ist man vonseiten des Vereins, dass die KG Hadamar vom RKK (Rheinische Karnevals-Korporationen e.V., mit Sitz in Koblenz und Dachverband für Karneval und Fastnacht in Deutschland) mit dem Titel „Gruppe des Jahres 2012“ bedacht wurde. Die Bezeichnung „Gruppe“ ist dabei nicht ganz richtig. „Es soll der Verein für seine Bemühungen, Erfolge und Arbeit damit ausgezeichnet werden. Vereine die sich vorbildlich verhalten und auch auf Meisterschaften bis zum Schluss bleiben und nicht schon nach dem Tanz wieder den Heimweg antreten“. Der Präsident des RKK, Peter Müller, ließ es sich nicht nehmen und überreichte die Urkunden und Pokale im Kreise weiterer RKK-Vorstandsmitglieder persönlich. Darunter der Leiter der Tanzturniergeschäftsstelle Volker Huster und Obfrau Evi Hohl. Sie alle konnten sich zu Beginn der Meisterfeier von der Qualität der Tänze überzeugen. Alle erfolgreichen Gruppen, die in Merzig auf dem Treppchen anzutreffen waren, präsentierten ihre erfolgreichen Tänze.

„Wir sind stolz auf euch. Musik ab.“ KG-Präsidentin Martina Obre ließ es sich nicht nehmen, nicht nur die Ehrengäste zu begrüßen, sondern auch ihre Tanzformationen auf die Bühne zu bitten. Den jungen Tänzerinnen war dabei der Spaß ins Gesicht geschrieben. So wie bei Sophie Lindenschmidt. Die 16-Jährige ist auch heute noch mit viel Engagement bei der Sache. Seit ihrem vierten Lebensjahr tanzt sie und ist seit ihrem siebten Lebensjahr auf Turnieren anzutreffen. So wurde sie 2010 Nordrhein-Westfalen-Meister.

Wie sehr sich die KG auf ihre Jugendabteilung verlassen kann, lässt sich daran ablesen, dass nach dem ersten Deutschen-Meister-Titel 2008, mit der Kindergruppe und dem Tanz „Zora“ erzielt, heute noch zehn Tänzerinnen von dieser Gruppe dabei sind. „Es macht viel Spaß.“ Dieser Spaß der Akteure übertrug sich auf das Publikum, das am Ende der Tänze nicht mit Applaus sparte. kdh (kdh)

Hessenmeisterschaften 2012

Die Karnevalsgesellschaft Hadamar sorgt zum wiederholten Male für positive Schlagzeilen mit einer gelungenen  Ausrichtung der Hessenmeisterschaft und trägt dazu bei, dass die Stadt Hadamar auch überregional in aller Munde ist.  Einen weiteren Bericht dazu hält auch die Internetseite des RKK bereit.

Hier ein Auszug aus der Nassauischen Neuen Presse                                       

Hadamar einfach meisterlich

Seit zwölf Jahren richtet die KG Hadamar die RKK-Hessenmeisterschaften aus

Beim RKK weiß man, was man an Hadamar hat. Im nächsten Jahr soll auch die Jahreshauptversammlung und die RKK-Gala in der Fürstenstadt über die Bühne gehen.

 „Wir sind sehr zufrieden und haben der Karnevalsgesellschaft Hadamar auch die Durchführung der Jahreshauptversammlung der Rheinischen-Karnevals-Korporationen (RKK) für das Jahr 2013 aufgetragen.“ Mehr als zufrieden zeigte sich der Präsident des RKK, Peter Müller, über den Ablauf der 12. Hessenmeisterschaften im Gardetanzsport in der Hadamarer Sporthalle.

Von Beginn an, also seit zwölf Jahren, ist die KG Ausrichter dieser Hessenmeisterschaften, die als Qualifikationsturnier für die Deutschen Meisterschaften am 3. und 4. November in Merzig gelten. „Wir haben alle offiziellen Landesmeisterschaften an einen festen Ausrichter vergeben. Wir wollen, dass bei den Tänzerinnen und Tänzern das Jahr mit dem Motto ,Wir wollen nach Hadamar‘ ausgerichtet ist.“ Auch ist es nach Auffassung von Peter Müller besser, einen festen Ausrichter zu haben, der sich in Sachen Organisation und Ablauf auskennt. Ein Dank ging von Peter Müller auch an Silvia Lindenschmidt von der KG, die für die Organisation des Turniers in Hadamar verantwortlich zeichnete.

„Es ist alles sehr gut und ohne Probleme verlaufen“, bilanzierte am Ende des Turniers die Präsidentin der KG, Martina Obré. In zehn Disziplinen gingen die Tänzerinnen und Tänzer nach den RKK-Tanzturnier-Richtlinien an den Start. Aus ganz Hessen und darüber hinaus waren Teilnehmer auf der großen Bühne der Stadthalle am Start. Darunter auch Lea Gasteier (9) von der KG Hadamar, die in der Disziplin V, „Gardetanz-Tanzmariechen“, startete. Von ihr war auf die Frage: „Nervös?“ nur ein kurzes Nicken zu bekommen, um sich gleich darauf wieder Dehnübungen zu widmen. Zwei Stunden trainiert die Neunjährige ein Mal in der Woche an dem neuen Tanz, der ihr bei diesen Hessenmeisterschaften unter 13 Teilnehmerinnen den 12. Platz einbrachte. Besser schnitten in dieser Disziplin Estella Mai (KG Hadamar) mit einem fünften Rang und Jacqueline Dennes (TV Elz) mit Rang sechs ab.

Den Hessenmeistertitel in der Disziplin IX „Mädchenschautanz“ holte sich die KG Hadamar mit ihrem neuen Tanz „Fußballfieber“. Auch in diesen Reihen ist Lea Gasteier zu finden, die für den Mädchenschautanz weitere zwei Stunden Training pro Woche aufbringt. Dazu kommt mit Turnen eine weiter Sportart.

Ein Hessenmeistertitel bedeutet aber nicht zwangsläufig die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Es muss für die Darbietung von den Wertungsrichtern mindestens die Punktzahl von 39 Punkten erreicht werden. „Die 42 haben wir in den vergangenen Jahren immer erreicht“, zeigte sich Trainerin Brit Kuhl-Wengenroth vor dem Tanz zuversichtlich. Und sie wurde nicht enttäuscht. Denn mit 42,9 Punkten hatte man die Qualifikation sicher in der Tasche.

Weitere Platzierungen von heimischen Startern in den einzelnen Disziplinen waren beim Gardetanz Junioren der Hessenmeistertitel des TV Elz mit 45,1 Punkten. Hier wurde die KG Hadamar mit 43,8 Punkten Zweiter und der SC Westernohe kam mit 42,2 Punkten auf den vierten Rang. In der Kategorie „Gardetanz-Tanzmariechen Junioren“ landete Sophie Lindenschmidt (KG Hadamar) auf dem Treppchen und wurde Dritte. Weiter Platzierungen gingen an Leonie Roßbach (TV Elz, 4.), Maline Lobaccaro (KG Hadamar, 12.), Sarah Michelle Siefer (KG Hadamar, 14.), Mara Großmann (KG Hadamar, 18.). Ebenfalls den Hessenmeistertitel holte sich der Mädchenschautanz der KG Hadamar „American Trip“ mit 44,0 Punkten. Auf Rang 7 landete Jaqueline Bühren (KG Hadamar) in der Disziplin Tanzmariechen Senioren. Ebenfalls nach Merzig kann im November die Damenschautanzgruppe der KG Hadamar fahren, die für ihren Tanz „König der Löwen“ mit 44,3 Punkten auf dem dritten Rang landete.

„Wir werden neben den Hessenmeisterschaften und der Jahreshauptversammlung in 2013 auch noch die Gala des RKK durchführen. Genau wie vor 30 Jahren, als Hans Georg Nonn Präsident der KG war“, richtete eine zufriedene Martina Obré den Blick nach ganz weit vorne.

Stadt steht mit 57 514 Euro bei der KG Hadamar in der Kreide

Karnevalisten wollen Geld sehen

Stadt steht mit 57 514 Euro bei der KG Hadamar in der Kreide

Ein 29 Jahre altes Dokument aus dem Archiv der KG Hadamar könnte teuer für die Stadt Hadamar werden.

Hadamar. Muss der Haushalt der Stadt Hadamar mit einem hohen Betrag belastet werden? Holen Altlasten die Stadt Hadamar ein und bringen sie an den Rand des Ruins, und wie kann Altbürgermeister Hermann Bellinger in Regress genommen werden?

Fakt ist auf jeden Fall, dass die Stadt Hadamar in Person des Bürgermeisters Michael Ruoff mit einem Betrag von 57 514 Euro konfrontiert wurde. Hintergrund ist eine Stadtanleihe, die am 16. Januar 1982 in einer Höhe von 5000 Mark durch Altbürgermeister Hermann Bellinger dem damaligen Hadamarer Prinzen Franz Stanjek überreicht wurde. Verzinst werden sollte diese Anleihe mit 11 Prozent und fällig werden am 11.11.2011.

Dieser Tag war nun gestern und nach dem feierlichen, närrischen Gottesdienst ließ es sich die KG Hadamar nicht nehmen, das Stadtoberhaupt durch Heinz Wetten mit dieser Altlast zu konfrontieren. Optisch wurde dies mit der Originalurkunde dokumentiert, die mit Unterschrift und Siegel den Beweis lieferte.

In seiner Ansprache an den Bürgermeister ließ Heinz Wetten keinen Zweifel an seinem Ansinnen: „Dann sei vermerkt, dass wir nie kamen, nie Zins an Aschermittwoch          nahmen, weil 11 Prozent sind gut gehegt, wenn mit Zinseszins angelegt.“ Am Ende kam nun ein Betrag von 57 514 Euro heraus.

 „… was ich net bestellt“

„Jetzt steh ich im Regen, un es regnet kein Geld, ich soll wieder mal bezahle, was ich net bestellt.“ Bürgermeister Michael Ruoff wand sich wie ein Aal und machte am Ende seiner Ausführungen einen Vorschlag zur Güte: „Ich werde jetzt, wenn wir zum Haushalt tagen, Magistrat und Fraktionen hierzu vorschlagen, einen warmen Zuschuss im Doppelsinne, für euer neu Heizung im Zeughaus hinne. Dann könnt ihr endlich überwintern, bei kaltem Bier und warmen Hintern.“

Doch die Delegation der KG, mit dem Dreierbunds-prinzenpaar Prinz Joachim I. und Prinzessin Martina I., trauten dem Braten dann doch nicht und übergaben die Originalurkunde nicht dem Stadtoberhaupt. Bevor dies geschieht, wollen sie erst ihre närrischen Rechtsanwälte aufsuchen. Zuvor wurde aber noch gemeinsam auf den erfolgreichen Start der Karnevals-Session 2011/2012 angestoßen. kdh (kdh)

Bericht über die Kappensitzung der KG am 30.01.2010 in der Stadthalle Hadamar

Närrische Vorbemerkung:

Voller Saal, trotz Eis und Schnee.

Nur leer der Stuhl der NNP.

Drum müssen wir, es ist zum lachen,

den Bericht heut selber machen!

 

Jubel, Trubel, Heiterkeit – Hadamars Narren feiern mit ihrem Prinzenpaar

 

Die Hadamarer Stadthalle war nahezu bis zum letzten Platz gefüllt, als sich der Bühnenvorhang öffnete und den Blick auf die von dem Hadamarer Künstler Andreas Otto farbenprächtig gestaltete Kulisse mit Stadtansichten wie auf überdimensionalen Briefmarken freigab. Davor stand der ebenfalls neu gemalte Elferratstisch, der die alte steinerne Nepomukbrücke über den Elbbach darstellte – nur Nepomuk fehlte noch. Das Tanzkorps der Minis von Trainerin Claudia Braun, 15 Mädchen zwischen 4 und 7 Jahren, feierte seine Bühnenpremiere und zeigte mit voller Konzentration und Begeisterung Schrittfolgen, Spagats und Hebefiguren und warf das eine oder andere neckische Kusshändchen in Richtung der stolz fotografierenden Papas. Der berechtigte Applaus war noch nicht abgeklungen, da marschierten weitere rund 50 Tänzerinnen der Kinder-, Junioren- und Seniorengarden gefolgt vom Rosen verteilenden Elferrat unter Leitung von Ministerpräsident Alwin Braun durch den Saal und Ehrenpräsident Heinz Wetten konnte eine ganze Reihe Ehrengäste begrüßen.

Die Kindergarde, trainiert von Brit Kuhl-Wengenroth, hatte 2009 bei fast allen RKK-Meisterschaften die Landesmeistertitel und zuletzt sogar die Deutsche Meisterschaft errungen. Hier zeigten die Mädchen mit ihrem Schautanz Zabadack, was sie mit Körperbeherrschung und nahezu artistischen Einlagen als Gruppe zu leisten imstande sind.

Dass die Jugend der KG nicht nur Tanzen beherrscht, zeigten Sabrina Braun, Jasmin Jung, Nina Reitz, Angelina Bühren und Anna-Lena Ludwig in einem gekonnt vorgetragenen Sketch aus dem Schulalltag, wo sich eine leicht antiquierte Lehrerin  mit ihren modern-vorwitzigen Schülerinnen plagen musste. Der Fanfarenzug des KV Niederhadamar mit Stabführer Werner Woidich begeistert nicht nur instrumental, er hat auch vortreffliche Showelemente in seine Auftritte eingebaut; so werden im abgedunkelten Saal die Trommeln in atemberaubendem Tempo mit leuchtenden Stöcken geschlagen.

Wie es in der Mischehe der Indianerfrau Flinke Gazelle und ihres bleichgesichtigen Mannes zugeht, demonstrierten Angela und Axel Wetten vom KG-Elferrat im Zwiegespräch mit vortrefflichen Gesangseinlagen und ernteten hierfür begeisterten Applaus der begeistert mitgehenden Besucher. Passend zu diesem Vortrag folgte ein Western-Schautanz des Juniorentanzkorps von Silvia Lindenschmidt, die es 2009 zur Deutschen Vize-Meisterschaft gebracht hatten. Abgeschlossen wurde dieser Western-Block durch einen rassig-akrobatischen Indianertanz der Männerschautanz-Gruppe Bordsteinschwälbchen aus Langendernbach. Von der gemeinsamen ersten Kreuzfahrt mit ihrem Mann berichtete die aus Elz gebürtige Schnellschwätzerin Helga Poppe, die schnellste Frau in der Bütt, die als Elzerin natürlich alles im Griff hatte, obwohl ihr Wolfgang über Bord ging. Dieser grandiosen Büttenrede folgte der Juniorexpress, eine Playback-Show aus den Reihen des Tanzkorps, das sich aber mit Michael Jackson alias Marc Schönborn verstärkt hatte – und diese Verstärkung wirkte  dermaßen echt und war so gut vorgetragen, dass er ohne Zugabe nicht von der Bühne kam.

Dann war es soweit: Endlich konnten die Hadamarer jubeln und ihr Prinzenpaar des Dreierbundes Martina I. und Joachim I. zu Nassau-Hadamar mit ihrem Prokurator Jürgen Wagner und Registrator Mathias Mai begrüßen. Als Überraschung von KG-Vorstand und –Elferrat erhielten die Tollitäten ein von Andreas Otto gemaltes Ölbild, das der Künstler in gereimten Sätzen vorstellte und damit der Prinzessin sogar ein paar Freudentränchen entlockte. Zu Ehren des Prinzenpaares erschienen sodann 7 Solo-Tanzmariechen, von denen das jüngste mit 4 Jahren (!) Lisa-Marie Stanjek schon wie ein ausgebuffter Tanzprofi auftrat und im Publikum Begeisterungsstürme und nicht enden wollenden Applaus hervorrief. Das galt aber auch für die übrigen jungen Damen (Mona und Mara Großmann, Malina Lobaccaro, Sophie Lindenschmidt, Jacquline Bühren und Annika Scheren), die sich mit ihren Leistungen immer mehr in die Spitzengruppe der deutschen Tanz-Solisten hineintanzen. Eine weitere Überraschung für das Prinzenpaar war der Auftritt des Quartettvereins Dorndorf mit seinem närrischen Dirigenten Ilja Slobodinski und Vorsitzendem Klaus-Dieter Lixenfeld, denn in ihrer Freizeit sind Martina und Joachim in diesem fröhlichen Chor feste Mitglieder.

Auch als neuer Hadamarer Bürgermeister, aber immer noch als alter Karnevalist, war Michael Ruoff als Protokoller in die Bütt gestiegen und konnte so nicht nur über seine ersten knapp 100 Tage im Amt närrischen Bericht erstatten – wie immer war sein Protokoll ein Höhepunkt. Als letzte Tanzdarbietung zeigte die Seniorengarde, ebenfalls von Silvia Lindenschmidt trainiert, die hohe Kunst des Gardetanzes, ehe das Kasperle (Axel Wetten) mit seinen Freunden Seppl (Günter Wengenroth) und dem Kölsch Hennesje (Alwin Braun) Politik und andere Gegebenheiten verkalauerten. Zuletzt das große Finale mit der KG-Band Harlekins, bei denen dann auch das Prinzenpaar in ihren Stammrollen –Joachim als Schlagzeuger und Martina als Sängerin- mitwirkten und neben vielen anderen Stimmungsliedern einen vom heimlichen Bandleader Hans-Georg Kaiser getexteten KG-Song vortrugen. Und dann waren Schnee und Eis mit schuld daran, dass viele Besucher die stimmungsvolle Stadthalle in dunkler Nacht einfach nicht verlassen wollten …!

 

Hadamar, 02.01.2010

Heinz Wetten

Deutsche Meister aus Hadamar

Hadamar. Es bietet sich für Bürgermeister Hans Beresko nicht sehr oft die Gelegenheit, aus den Reihen der Bürgerinnen und Bürger jemanden zu ehren, der Deutscher oder sogar Weltmeister geworden ist. Beim jüngsten Empfang im Sitzungssaal des Rathauses konnte er sogar Ehrungen für beide Titel aussprechen. Im Kreise der Magistratsmitglieder wurde aus den Reihen der Hadamarer Karnevalsgesellschaft die neuen Deutschen Meister, das Kindertanzkorps, empfangen. Die 16 Tänzerinnen im Alter von neun bis elf Jahren erreichten in diesem Jahr, neben dem Titel des Deutschen Meisters bei den Meisterschaften in Hachenburg, auch den Titel des Hessenmeisters, des Rheinland-Pfalz-Meisters und des Nordrhein-Westfalen-Meisters. Dazu kamen noch verschiedene Siege und Platzierung bei hochrangigen Tanzturnieren. Bei den Deutschen Meisterschaften bekam das Team noch den Sonderpokal für die Tageshöchstwertung.

Zugleich startete Sophie Lindenschmidt bei den Solo-Mariechen. Nach ihrem zweiten Platz bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften kam sie in Hachenburg auf den dritten Rang. Die Urkunden und ein Präsent gingen an Sophie Lindenschmidt, Luisa Graf, Nadja Voigt, Lucia Aceto, Laura Tripp, Jennifer Klink, Mara Großmann, Julia Kämpfer, Pauline Weimer, Annika Bös, Nina Reitz, Anna-Lena Ludwig, Jasmin Jung, Johanna Kuhl, Vivian Scholtysek, Jessica Rau sowie an die Trainerin Silvia Lindenschmidt.

DM 2009

Ja, ist denn heut‘ schon Karneval?

Topthema29.09.2008 11:13 Uhr LokalesLimburg

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Goldig: Die Kleinsten der KG Hadamar ernteten gestern Nachmittag beim Festzug durch die Limburger Fußgängerzone jede Menge Applaus. Foto: Hackert

Limburg.Fanfarenklänge wiesen schon vom weitem den Weg, die Kanone «Josef der Große» donnerte, und die Karnevalisten nahmen gestern Besitz von der Limburger Innenstadt. 111 Jahre Limburger Carnevalsverein «Blaue Funker» – der LCV hatte sich einiges einfallen lassen, um dieses wunderbare närrische Jubiläum gebührend zu feiern. Rund 800 Teilnehmer brachten gestern Nachmittag die Zuschauer beim Umzug in die rechte Feststimmung, und wer dann noch nicht genug kriegen konnte, der feierte in der prächtig geschmückten Markthalle weiter. So schön hat die Halle wohl noch nie ausgesehen: Die Aktiven hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um aus der Markthalle eine rechte Festhalle zu machen. Die Dekoration stimmte, wie schon beim «Kölschen Abend» am Samstag. Die Zuschauer erlebten ein Programm vom Feinsten. Schade, dass es etliche Gäste den Funkern schwer machten und die reservierten Tischreihen in der lange ausverkauften Halle stürmten. Das sorgte anfangs für Reibungen und Irritationen, die sich legten, sobald gemeinsam gefeiert wurde. Gestern gab es noch den Tanz- und den Musikwettbewerb sowie den Umzug bei schönstem Wetter. Zum Jubiläum lachte die Sonne, und genau das hatten die «Blauen Funker» auch verdient. Mehr lesen Sie auf Seite 19. pp 

Tolle Tänze, prächtige Kostüme

Hadamar. Seit acht Jahren organisieren die Mitglieder der Karnevalsgesellschaft Hadamar (KG) gemeinsam mit der Rheinischen-Karnevals-Korporation (RKK) die Hessenmeisterschaften im Gardetanzsport (karnevalistischer Tanzsport). Seit acht Jahren bietet sich den vielen Gästen aus nah und fern ein tolles Bild in der Hadamarer Stadthalle: Zwei Tage lang gibt es dort jugendliche Unbekümmertheit, hervorragende Tänze mit zumeist ausgefeilten Choreografien und farbenprächtige Kostüme zu bestaunen. An zwei Tagen wurden die Hessenmeisterschaften ausgetragen, und für die ersten sechs Platzierten bedeutet das auch die Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften am 6. und 7. Dezember in Hachenburg.

Die Aussicht auf die Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft war für so manche Tänzerin und so manchen Tänzer in Hadamar eine zusätzliche Motivation. Aber natürlich wurde auch so manche Träne vergossen, einige Titelhoffnungen mussten nach einem Patzer begraben werden. Doch meist ging es in der Stadthalle vor allem sportlich zu, da wurde selbst so mancher «Gegner» angefeuert.

Am ersten Tag waren die Kinder und Junioren, am zweiten Tag die Senioren am Start. An beiden Tagen gab es in den zwölf Klassen einige Absagen. Der Veranstalter erklärte sie mit den Ferien. Einige Gruppen oder Teilnehmer hätten erst vor drei Wochen ins eigentliche Training einsteigen können. Zu spät für Titelambitionen. Einige Teilnehmer fielen wegen Krankheit aus: Die Gruppe des TSC Nentershausen konnte in der Klasse «Schautanz mit Thema – gemischte Formation» gar nicht erst an den Start gehen. Aber trotz allem konnten die Vorsitzende der KG, Martina Obré, und der Präsident des RKK, Peter Müller, eine ansehnliche Zahl von Tänzern begrüßen.

Mit der Klasse «Gardetanz Mädchengarde» wurden die Hessenmeisterschaften begonnen. Gleich hier blieb der Titel im Kreis Limburg-Weilburg. Der TV Elz holte sich mit 43,9 Punkten den Titel, den Siegerpokal und damit die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Auch der Mitveranstalter konnte sich über einen Hessenmeistertitel freuen. In der Klasse «Themen-Schautanz – Mädchenformation» war die KG Hadamar mit dem Tanz «Rote Zora» und 43,2 Punkten erfolgreich. In der für beide Tage am stärksten besetzten Klasse, der Klasse «Gardetanz Tanzmariechen», holte sich unter dem Jubel aller Besucher im Saal Janina Sommer vom TV Elz mit 45,6 Punkten den Titel. Hier nutzte auch Mona Friedrich vom SV Elz ihre Chance und holte sich mit dem sechsten Rang (43,6) die Qualifikation für Hachenburg. Weitere Titel gingen in den Klassen nach Meindorf (Gardetanz Tanzpaare, 43,9); Siefersheim (Schautanz-Mädchenformation, 42,2), Simmern (Gardetanz, Gemischte Formation, 42,2), Kreuzkapell Much (Gardetanz-Mädchengarde, 45,2), Simmerath (Gardetanz-Tanzpaare, 45,5), Herschbach/UWW. (Gardetanz-Tanzmariechen, 46,0), Kreuzkapell Much (Themenschautanz-Mädchenformation, 44,7), Altenrath (Gardetanz gemischtes Corps, 45,9), Kreuzkapell Much (Gardteanz-Damengarde, 45,6), Hessisch Lichtenau (Gardetanz-Tanzpaare, 47,2), Herschbach/UWW. (Gardetanz-Tanzmariechen, 47,7), Dienheim (Themen-Schautanz Damenformation, 45,6), Alzey (Schautanz ohne Thema, Damenformation, 44,6). In der Klasse «Gardetanz-Tanzpaare» holten Nadine Klein und Alexander Roth (TV Elz) mit dem sechsten Platz ebenfalls die Platzierung für Hachenburg. Dies gelang in der Klasse «Themen-Schautanz Damenformation dem SV Rot-Weiß Willmenrod, die Damen kamen mit ihrem Tanz «Rom» auf einen sehr guten dritten Platz. Nun gilt es, sich für die Deutschen Meisterschaften zu rüsten. (kdh)